Kirchenraum mit Kinderaugen entdeckt (Kita Heilig Kreuz Neuwied) (13.05.2026)

Wie sieht eine Kirche von innen aus? Mit dieser Frage startete eine Kindergruppe der Kita Heilig Kreuz in Neuwied ihr Projekt in der namensgleichen katholischen Kirche.

Dabei bestimmten die Kinder selbst, was sie interessiert: Sie erkundeten den Raum, hielten ihre Eindrücke fest und fotografierten mit eigens dafür angeschafften Digitalkameras Details, die ihnen besonders auffielen. Aus ihren Bildern und Erzählungen entstand ein eigenes „Kirchenbuch“. Im Austausch wurden Themen wie Kreuzweg, Gebet und Gottesdienst kindgerecht besprochen. Ein Highlight war der Besuch der Organistin Alina Gehlen, die den Kindern die Orgel zeigte und sie ausprobieren ließ.

Zum Abschluss gestalteten die Kinder eine eigene Jesuskerze, die nach Ostern gemeinsam in der Kirche entzündet wurde. Das Projekt zeigt: Wenn Kinder mitentscheiden dürfen, entstehen lebendige Zugänge zu Glauben und Gemeinschaft.

Leitung Kita Heilig Kreuz

 

 


 

Kirchenfenster-Führung mit der kfd St. Bonifatius am 7. Mai (13.05.2026)

Eine perfekte Verbindung von Tradition und Moderne: Die Glasfenster der Feldkirche verleihen dem Kirchenraum durch ihr Licht- sowie Farbenspiel eine einzigartige Stimmung und füllen ihn mit neuem Leben. Im Jahre 1950 startete mit dem führenden Kunstmaler für Kirchenfenster Georg Meistermann und dem damaligen Pfarrer Keller ein einzigartiger Versuch, die romanische Feldkirche mit 32 Glasfenstern der modernen Kunst und den dazu passenden Bibelversen (Himmlisches Jerusalem, basierend auf Offenbarung 21,12-14) neu zu versehen.

Alle 25 Teilnehmer/innen gingen davon aus, dass diese Führung sich im Wesentlichen auf die Kirchenfenster beschränkte. Was der Kirchenführer A. Rudow jedoch an Informationen zusätzlich übermittelte, dürfte alle überrascht haben. Eine Führung, die bleibenden Eindruck hinterlässt und beim anschließenden Besuch im Restaurant Brombeerschenke eingehend reflektiert wurde.

Foto u. Text: R. Greiwe

 


 

Kirchenmusiktag in Trier am 25. April (13.05.2026)

Im Rahmen der Heilig-Rock-Tage war der Samstag, 25.04. der Kirchenmusik gewidmet. Knapp 900 Sänger aus den Kirchenchören des Bistums kamen in Trier zusammen, um zu singen, neue Musikerfahrungen zu machen und Musik in großer Gemeinschaft zu erleben. Aus unserer Pfarrei Neuwied St. Matthias machte sich eine Gruppe von 24 Sängerinnen und Sängern, zusammengesetzt aus allen Kirchorten, mit dem Bus auf den Weg. Regionalkantorin Alina Gehlen führte unsere Gruppe perfekt durch den Tag, so dass wir das gut ausgewählte und gut organisierte Programm bei herrlichem Frühlingswetter genießen konnten.

Los ging es in Trier mit einer gemeinsamen Probe im Dom. Die Sänger wurden nach Stimmlage platziert, das Dirigat über das ganze Kirchenschiff verteilt. Wir staunten über die perfekte Kooperation von Thomas Sorger und Lukas Stollhof, die unsere Stimmen und die musikalische Begleitung von Bläsern in Einklang miteinander brachten. So ergab sich ein großartiger Klang mit einem beeindruckenden Volumen. Ganz von selbst ergaben sich unter den Sängerinnen und Sängern neue Kontakte.

Das anschließende Hochamt wurde von Generalvikar Tim Sturm zelebriert, zusammen mit Dr. Karl Michael Aaron, Präses des Diözesan-Cäcilienverbandes. Wir sangen die Missa brevis in C von Robert Jones. Zur Mittagszeit konnten wir uns auf dem Domplatz mit Erbsensuppe stärken. Es blieb noch Zeit für einen Bummel durch die Altstadt, für Eis oder Kaffee. Ein weiterer Höhepunkt war das Offene Singen von weltlichen Liedern auf dem Hauptmarkt, bei dem, angeleitet von den beiden RegionalkantorInnen Juliane Kathary und Lukas Stollhof, alle mitsingen konnten.

Am Nachmittag teilten wir uns in verschiedene Workshops auf. Ob Stimmbildung, Orgelschnupperkurs, „Chorimprovisation und Bodypercussion“ mit Alina Gehlen, Führung durch das Dom-Museum oder eine Filmvorführung „Der Chor“ – da war für jeden etwas dabei. Beim spontanen Austausch anschließend konnte man die Reichhaltigkeit des Angebots bemerken. Der Tag wurde mit einem Even-Song in der Konstantin-Basilika beschlossen.

Müde, aber voller schöner Eindrücke kehrten wir um 21:00 Uhr nach Neuwied zurück. Wir konnten erleben, was Generalvikar Sturm in seiner Predigt ausdrückte: Musik kann die Frohe Botschaft in noch intensiverer Weise transportieren als das gesprochene Wort, weil sie uns bis ins Innerste berühren kann.

Patrik Kopf und Angelika Kramer-Kron

 


 

Gemeinschaft, Glaube und unvergessliche Begegnungen (13.05.2026)

14 Jugendliche aus dem Pastoralen Raum Neuwied, darunter 10 aus der Pfarrei Neuwied St. Matthias, haben vom 6. bis 12. April eine eindrucksvolle Woche in Taizé in Frankreich erlebt. Begleitet von Carina Neitzer, Wolfgang Stollhof und Pastoralreferent Tobias Wolff trafen sie dort auf rund 2.500 junge Menschen aus verschiedenen Ländern, darunter Frankreich, Schweden und Litauen.

Schnell entstanden neue Kontakte und Freundschaften – beim Essen, auf dem Zeltplatz oder bei gemeinsamen Aktivitäten. Die Tage folgten einem festen Rhythmus mit drei täglichen Gebeten, geprägt von den meditativen Gesängen der Brüdergemeinschaft von Taizé. Impulse zu Bibelstellen sowie Gespräche in Kleingruppen boten Raum, sich mit Glaubensfragen und persönlichen Themen auseinanderzusetzen.

Auch das gemeinsame Engagement gehörte dazu: Die Jugendlichen halfen unter anderem beim Teeausschank für die große Gemeinschaft. Die freie Zeit am Nachmittag wurde zum Ausruhen, Spielen und Kennenlernen genutzt. Abends wurde in fröhlicher Runde musiziert, getanzt und gefeiert.

In der gemeinsamen Abschlussrunde wurde deutlich, wie prägend die einwöchige Fahrt für die Jugendlichen war. Für Jana Sedat aus Roßbach war ein „absolutes Highlight das Gebet am Samstagabend“. „Es war so eine festliche Stimmung in der Kirche, die total abgefärbt hat und ich habe mich selten Gott so verbunden gefühlt“, erzählte sie begeistert. Samstags ist das Abendgebet in der Kirche traditionell mit einer Lichtfeier im Kerzenschein verbunden, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird. Leon Schmitz aus Neuwied gefiel besonders das starke Gemeinschaftsgefühl mit den anderen Jugendlichen. Mit Blick auf seinen persönlichen Glauben ergänzte er: „Ich habe viel gelernt über die Nähe Gottes in uns.“

Müde, aber erfüllt kehrte die Gruppe nach einer Woche zurück. Für alle steht fest, dass dies nicht der letzte Besuch in Taizé gewesen sein soll.

Pastoralreferent Tobias Wolff