Da im September, aufgrund des Todes von Pfarrer Christian Scheinost, die Verabschiedung von Gemeindereferentin Ursula Pyra in den Ruhestand ausfiel, soll diese nun nachgeholt werden.

Wir laden alle herzlich ein zum Gottesdienst am Samstag, 12. Dezember 2026 um 17:30 Uhr nach St. Bonifatius in Niederbieber. An diesem Abend findet die Messe in der Kirche (!) statt. Im Anschluss daran gibt es einen Umtrunk mit kleinem Imbiss im Pfarrheim. Dort besteht die Möglichkeit zur Begegnung und zum Gespräch.

Dankenswerterweise wird Ursula Pyra – aufgrund der überraschenden Vakanz und des damit verbundenen Personalengpasses – die Pastoral weiter ehrenamtlich unterstützen, v. a. im Bereich der Erstkommunionvorbereitung.

 


 

Abschied
macht traurig,
aber er zeigt uns auch, wie reich das Leben ist,
reich an Menschen, die es gut mit uns meinen,
reich an Begegnungen, die uns glücklich machen,
reich an Taten und Werken, die unseren Selbstwert stärken,
reich an Freude und Fröhlichkeit,
reich auch an Krisen und Schwierigkeiten, die unser Leben reifen lassen.

Abschied
macht traurig und auch froh,
weil das Leben lebenswert war, ist und immer sein wird.

Abschied,
heißt immer auch neu zu beginnen
und sich dabei getragen zu fühlen,
von der „alten“ und der „kommenden, neuen“ Gemeinschaft,
und vor allem in allem sich getragen zu fühlen von Gott,
der unseren Abschied und unseren Neuanfang segnet.

 

17 Jahre war Ursula Pyra als Gemeindereferentin zunächst in der Pfarreiengemeinschaft Neuwied und dann in der fusionierten Kirchengemeinde Neuwied St. Matthias tätig. So wie ich sie kennengelernt habe, war sie mit großem Engagement, Begeisterung und Professionalität unterwegs in der Erstkommunionvorbereitung, in der Ökumene, in der Seniorenseelsorge, im Kontakt zu den Schulen, wo sie unzählige Schulgottesdienste mit den Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern feierte. Sie setzte zielführende Akzente in den unterschiedlichsten pfarrlichen Gruppen, in den Gremien, in den Lokalen Teams, im Pastoralen Team, im Pfarrbüro. Ihre Geduld und auch Gelassenheit schätzten die Menschen sehr. Dem Glauben verkündete sie in Wort und Tat und nutzte vielfältige Ausdruckformen von traditionell bis experimentierfreudig anders. Sie bereicherte die Menschen in unserer Pfarrei mit ihrer Persönlichkeit, mit ihrem Sosein.

Ursula Pyra geht nun in den wohlverdienten Ruhestand. Doch als „Gemeindereferentin i. R.“, als „Rentnerin“ geht sie uns nicht verloren, wohnt sie doch weiter in Neuwied. Und vielleicht bringt sie sich dann und wann auch ehrenamtlich ein.

Doch nun soll „Danke“ gesagt werden. Danke für die vergangenen Jahre, danke, dass es dich für uns hier gab. Danke.

Pfr. Christian Scheinost (+)