In den letzten Wochen wird in der Öffentlichkeit darüber diskutiert, wie wir angesichts des Gasmangels im Zusammenhang mit dem Lieferstopp aus Russland und bei den erhöhten Preisen Energie sparen können. Auch unsere Gremien haben sich mit solchen Fragen beschäftigt, nicht zuletzt, weil der Generalvikar die Kirchengemeinden auffordert, die Heizung der Kirchenräume und Büros drastisch zurückzufahren. Für uns als Kirchengemeinden sollte nicht nur das Geld im Mittelpunkt stehen, sondern auch unsere Verantwortung für das Klima und damit für die Schöpfung. Es ist aus Klimaschutzgründen unverantwortlich, die Kirchen nennenswert aufzuheizen: Es sind sehr große und vor allem hohe Räume, die viel Heizenergie brauchen und in denen man es trotzdem subjektiv nie als „Warm“ empfindet. Deshalb haben wir uns für diesen Winter auf folgende Regelung verständigt:

  • In allen Kirchen wird, soweit das technisch möglich ist, die Heizung reduziert auf 8 Grad Celsius. Auch während der Gottesdienste wird nicht mehr geheizt. Auch für Konzerte und andere Veranstaltungen gibt es keine andere Regelung.
  • Auch die Pfarrheime sollen maximal auf 19 Grad Celsius geheizt werden. Dort bitten wir um die Mitwirkung aller Gruppen und Verantwortlichen, dass nach den jeweiligen Treffen die Heizung entsprechend zurückgestellt wird.
  • In der Liebfrauenkirche wird die Heizung ganz abgestellt. Das hat den Grund, dass die dortige Steuerung der Heizung defekt ist und auch nicht einfach repariert werden kann. Dort läuft die Heizung nur auf voller Leistung oder eben gar nicht. Sollte es im Laufe des Winters so unerträglich kalt werden, dass keine Gottesdienste in Liebfrauen stattfinden können, würden wir in den Pfarrsaal ausweichen. Das würde dann kurzfristig bekannt gegeben.

Bis auf Weiteres laufen in allen Kirchen die Gottesdienste wie gewohnt. Wir appellieren an die Solidarität aller und hoffen auf die Bereitschaft, trotzdem an den Gemeindegottesdiensten teilzunehmen, soweit die eigene Gesundheit dies zulässt. Bitte denken Sie daran, sich entsprechend winterlich zu kleiden. Bringen Sie gerne auch eine Decke mit zum Gottesdienst.
Gottesdienstbesuch ist immer auch eine Frage der Gemeinschaft und der Solidarität untereinander und mit anderen Menschen. Wir hoffen auf Verständnis und laden gerade jetzt ein zu unseren Gottesdiensten.

Peter Dörrenbächer, Pfr.