Am 19.12.2022, in der Woche vor Weihnachten, verstarb Arnold Margenfeld, der von 2006 bis 2008 als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Hl. Kreuz, St. Matthias und Liebfrauen tätig war. Arnold Margenfeld war erst spät, mit einer besonderen Vita, zum Priester geweiht worden.

Geboren wurde er am 13. September 1941 in Ostpreußen, im Ermland. Diese Tatsache war ihm wichtig und er pflegte, auch in Neuwied, gerne die Beziehungen zu seinen Landsleuten. Seit 1960 lebte er in Urbar. Er besuchte in Aachen die Kirchenmusikschule. In Koblenz studierte er Pädagogik und absolvierte die Aufstiegsprüfung im Fach Religion. Beides unterrichtete er 24 Jahre an der Berufsschule GHS in Koblenz.

2003 wurde er zum Diakon geweiht. In dieser Zeit war er vor allem im Seniorenheim tätig. Arnold Margenfeld war ein geistlicher Mensch und vielen Gemeinschaften und geistlichen Begleitern verbunden. So wuchs in ihm der Gedanke, sich auch zum Priester weihen zu lassen. Das geschah dann am 8. Juli 2006. Seine Weihe war schon etwas Besonderes: Arnold Margenfeld war verheiratet und hatte zwei Kinder, seine Frau war verstorben. Er suchte die Herausforderung des priesterlichen Dienstes in einer großen Pfarreiengemeinschaft. Das tat er in den zwei Jahren in Neuwied mit Engagement, oft unkonventionell und immer auf sehr persönliche Weise. Seine vielfältige Lebenserfahrung spürte man vor allem im Umgang mit Menschen, denen er begegnete. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Spendung der Sakramente und die Seelsorge für Senioren und in den Altenheimen.

Nach zwei Jahren, zum 1. August 2008, wechselte er in das Kath. Klinikum Koblenz (Marienhof) und übernahm die Stelle des Hausgeistlichen bei den Hl.-Geist-Schwestern. Seine Nachfolger wurden bereits im Hinblick auf die Errichtung der großen Pfarreiengemeinschaft ernannt: das waren Christian Heinz und Georg Müller.

Arnold Margenfeld war ein warmherziger und liebevoller Mensch und Seelsorger, mit einem eigenen Zugang zu seinem Amt und einem sehr persönlich geprägten Bild von Seelsorge. Im Seelsorgeteam war er oft herausfordernd – und damit auch bereichernd.

Wir vertrauen darauf, dass er in der Hand Gottes geborgen ist!

Hermann-Josef Schneider, Gemeindereferent a. D.